BlackRock und der nützliche Lobbyist Friedrich Merz

BlackRock und der nützliche Lobbyist Friedrich Merz

BlackRock und der nützliche Lobbyist Friedrich Merz

Friedrich Merz wird heute irrtümlicherweise als hoch qualifizierter Mann der Wirtschaft gehandelt. Sein Job als Oberkontroller bei der deutschen Niederlassung des weltgrößten Fondsbetreibers und Vermögensverwalters BlackRock (Anlagevolumen 6,3 Bill. USD oder knapp das Zweifache des deutschen BIP) soll diese Top-Fähigkeit eindrucksvoll belegen. Warum hinterfragen die Systemmedien nicht, was Merz bis dato konkret geleistet hat und was er bei BlackRock wirklich tut?

„Die heimliche Weltmacht“ immer in den Diensten der Mächtigen

Der US-Finanzmulti agiert im Stillen und genießt einen denkbar schlechten Ruf. Zu seinen Kunden zählen die FED und die EZB, die Finanzministerien und Staatsfonds, die sich von ihm gegen üppige Honorare beraten lassen. So die EZB bei ihren Anleihekäufen, oder die mit EU-Geldern geretteten Banken Griechenlands und Zyperns. Besonders der persönliche Draht zu EZB-Chef Mario Draghi, scheint sich wegen des Insiderinformationen, den kleinere Konkurrenten nicht haben, auszuzahlen.  Wer mehr darüber erfahren will, der findet bei Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock und bei der Lektüre des Buches von Miriam Braun BlackRock: Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld einen guten Einstieg. Auch bei Großkrisen in den USA waren die New Yorker auf Risiko und Kosten der Steuerzahler als „Aufkäufer“ und Vermittler bei der Abwicklung fauler Kredite und Schrottanleihen dabei. Sie fehlten nicht in der Finanzkrise 2008, der Rettung der Investmentbank Bear Stearns, des Versicherungsgiganten AIG oder der öffentlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac. „BlackRock gehört zu den großen Gewinnern der Rettungsaktion“, meint ein Experte der, die Entscheidungen der US-Regierung kontrolliert. Konkurrent und Hedgefonds Profi Ican sieht, wohl nicht uneigennützig, BlackRock als „eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte“ und „eine extrem gefährliche Firma“. Wohl noch gefährlicher als Goldman Sachs, Ex-Arbeitgeber von Draghi&Co.

Das liegt nicht primär an den gefälligen Beratungen für die Mächtigen, sondern an seiner Finanzmacht. Als Großinvestor kann BlackRock – ihm gehören u.a. große DAX-Pakete https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1689344/ – durch Käufe und Verkäufe die Markttrends massiv beeinflussen, was jedoch nicht verboten ist. Plastisch ausgedrückt sei BlackRock so etwas wie der „Elefant im Teich“, der potenziell das „Boot zum Schaukeln“ bringen könne. In Entwicklungsländern soll der Koloss schon öfters die dortigen winzigen Finanzmärkte und die politischen Verhältnisse durcheinanderbringen. Dabei wechseln Brutalität und Heuchelei beliebig. 2012 fiel BlackRock wegen der Spekulation mit Agrarpreisen auf https://www.justetf.com/de-en/etf-profile.html?isin=DE000A1J0ZD5 und wurde von Verbraucherverändern indirekt für die Verstärkung der Hungersnöte in der Welt mitverantwortlich gemacht. Wer dagegen heute auf die Webseite der deutschen Niederlassung schaut, findet dort nur edle und neutrale Investmenthemen: Altersvorsorge, Megatrends, Nachhaltigkeit, Schwellenländer https://www.blackrock.com/de?cid=ppc:blackrock_de:google:brand:de&gclid=EAIaIQobChMInZr2mcjT3gIViLTtCh0p9AfREAAYASAAEgLtIvD_BwE&gclsrc=aw.ds

Friedrich Merz ist kein Manager, sondern ein Lobbyist und Kontroller

Selbstverständlich ist Friedrich Merz ist als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Niederlassung von BlackRock für den schlechten Ruf des Multis nicht verantwortlich. Dafür ist er einige Nummern zu klein. Er kann im Konzern auch keine operative Leistung z.B. als erfolgreicher Fondsmanager nachweisen. Würde er Performance nachweisen müssen, wäre er wahrscheinlich schon längst rausgeflogen. Auch die ganze berufliche Vita des Juristen dreht sich vornehmlich um Beratung, Controlling und Aufsicht https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz, primär bei Banken, Versicherungen und Unternehmen mit mehrheitlichen Staatsbesitz oder in Staatsnähe (Köln-Bonner Flughafen). Hier nutzt der Ex- und Wieder-Politiker seine alten Top-Verbindungen. Wer diese besitzt, kann auch schon mal als „Berater“ einen Tagessatz von 5.000 €, wie seinerseits beim Verkauf der öffentlich-rechtlichen WestLB, wie es aus dem Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses des NRW-Landtages hervorgeht.

Kein Wunder, dass dieser Apparatschik, kein nachgewiesener Leistungsträger oder Visionär versucht mit kruden AfD-Angriffen sich beliebt zu machen  https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-11/merz-afd-nationalsozialistisch-cdu.

Auch erschienen auf:

https://ef-magazin.de/2018/11/20/13987-hintergruende-zum-potenziellen-merkel-nachfolger-blackrock-und-der-nuetzliche-lobbyist-friedrich-merz

 

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