Deutschland wird für einen „faulen Kompromiss“ zahlen müssen

Deutschland wird für einen „faulen Kompromiss“ zahlen müssen
Auch die „Pipeline-Krise“ zeigt, wie tief unser Land gesunken ist. Selbst die 1000 Kilometer lange Pipeline kostet nur einen Bruchteil (einmalig zehn Milliarden Euro) dessen, was das Migrationsabenteuer (jährlich 40 Milliarden Euro) verschlingt. In der EU wird Deutschland nicht mehr ernstgenommen, genauso wie das deutsche Volk von den Schädlingen in eigenen Reihen. Dem Steuerzahler darf – drittens – alles zugemutet werden, weil er sich gegen eine noch so schwache Regierung nicht zur Wehr setzt. So wird er wohl den wahrscheinlichen Kompromiss in der obigen Krise bezahlen müssen.

Was ist seit der letzten Drohung Trumps im Januar passiert?

Hier eine kurze Zusammenfassung:
  • Russland ist ökonomisch und finanziell stärker geworden und braucht die Westdevisen weniger denn je.
  • Balten, Polen und die bankrotte Ukraine hetzen unbeirrt gegen Moskau. Kiew braucht selbst die zwei Milliarden US-Dollar Transfergebühren – gerade fünf Prozent unserer jährlichen Asylkosten. Warschau schwimmt weiter auf der Welle seiner Russophobie. Auch bekam es etwas in die Hand gegen die Brüsseler Einmischungen (Justizreform & Co.). Beide Nachbarn wollen die alten Überlandpipelines beibehalten und beim Gastransfer nach Deutschland „mitreden“. Ihnen gelang es sogar, die EU-Justiz gegen den russischen Gasriesen Gazprom einzuspannen.
  • Im Inland initiieren die Grünen eine künstliche „Nord Stream“-Krise wegen ihrer angeblichen Klimaschädlichkeit. Einige Mitläufer aus anderen Parteien sehen darin ebenfalls die Chance, politisches Kapital daraus zu schlagen und hängen sich dran.
  • Last but not least merkt US-Präsident Donald Trump, dass ihm drei Monate vor der Fertigstellung der Pipeline die Zeit davonläuft und macht die Sanktionsdrohung wahr. Selbstverständlich können er und seine Mannen rechnen und er weiß, dass Moskau auf die paar dutzend Milliarden nicht angewiesen ist. Dennoch will Washington Europa generell in dem „großen Spiel“ um Irans Atombombe – um die es hier tatsächlich geht – weiter schwächen und disziplinieren.

Deutschland wird den wahrscheinlichen „Kompromiss“ bezahlen

Keiner kann in die Glaskugel schauen, dennoch scheint bei diesem Wirrwarr ein folgender „fauler Kompromiss“ realistisch, mit dem alle leben könnten:

Zwischen den Parteien wird ein Vertrag oder nur eine „Absichtserklärung“ – schon hier könnte das Gerangel los gehen! – geschlossen. Am Verhandlungstisch dürften sicherlich die EU, Deutschland, Russland und die USA sitzen. Die Pipeline wird zu Ende gebaut, die Durchleitungsmenge aber reduziert (Fifty-Fifty-Lösung?). Eine Investruine auf dem Meeresboden der Ostsee wäre als abschreckendes Mahnmal gegen den „US-Wirtschaftsimperialismus“ auf Dauer ein gefährlicher Sprengstoff.

Die EU, Deutschland und die USA wären damit zufrieden. Berlin, weil es eine Eskalation verhindert und einen „Kompromiss“ ausgehandelt hatte, Washington, weil sie die Europäer doch noch disziplinierte. Gut möglich, dass auch die US-Konzerne in Europa bei dieser Gelegenheit von hiesigen Steuer- und Kartellbehörden noch einmal eine Schonzeit bekämen.

Durch die Senkung der Durchleitung werden die maroden alten Überlandpipelines am Leben gehalten. Polen und die Ukrainer sind weiter „dabei“ und ebenfalls zufrieden. Die Gefahr bliebe groß, dass der Fall Schule macht und die beiden Provokateure – die Ukraine unter Selensky wird einsichtiger – die „Vertragsverletzung“ Russlands in Zukunft immer dann anprangern, wenn sie von Deutschland Geld brauchen. Polen glaubt aber nicht ganz an diese Trumpfkarte und will vorsichtshalber Atomkraftwerke bauen.

Russland kann mit jeder Variante leben. Hauptsache die Abnahmeverträge werden eingehalten, egal ob das Erdgas über Land oder unter dem Meereswasser fließt. Moskau sitzt am längsten Hebel und kann im Ernstfall den Gashahn immer zudrehen.

Drei Mal dürfen Sie raten, wer die Zusatzkosten der Modernisierung alter Pipelines, eines Umweges oder der (eventuellen) Nachlässe für das Ukraine-Gas bei neuen Verträgen bezahlen wird?  Freuen wir uns dennoch: Nichts ist so teuer wie unsere Migrationsparty. Wir haben die 40 Milliarden Euro geschafft, dann schaffen wir auch noch diese paar Brocken!

Russland und China die Gewinner? Deutschland bleibt der Verlierer

Putin redet häufig mit Merkel, obwohl er als der „Sanktionierte“ beleidigt sein müsste. Auch die deutschen Wirtschaftsbosse kurbeln heimlich (Vorsicht: Das Primat der Politik!) das Geschäft mit dem „geliebten Feind“ wieder an. Dennoch werden auch sie das durch sechs Jahre Sanktionen und Misstrauen in die deutsche Vertragsfähigkeit verlorene Terrain kaum zurückgewinnen.

Die Frage, ob Chinesen, Türken, Amerikaner und sanktionsbrüchige EU-Europäer den, wie immer sanktionstreuen, aber dummen Germanen, das Geschäft abjagen werden, ist noch offen. Werden sie den Russen das Know How des deutschen Mittelstandes anbieten können?

Eines ist offensichtlich: Der Grundsatz pacta sunt servanda (lat.; dt. Verträge sind einzuhalten) zählt nicht mehr zu unseren edlen westlichen Werten, wenn sich bei einem solchen Riesengeschäft Dritte einmischen dürfen.

Ist die „Krise“ womöglich eine künstliche? Der Gaspreis für deutsche Haushalte reagiert jedenfalls überhaupt nicht auf die schlechten Nachrichten, wie immer der Ölpreis bei solchen Anlässen. Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff?

http://www.pi-news.net/2019/12/wird-deutschland-fuer-einen-faulen-kompromiss-zahlen-muessen/

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*