Die GEZ-Abschaffung darf nicht zum Selbstzweck werden! Wer oder was soll den WDR (die ARD) ersetzen?

Die GEZ-Abschaffung darf nicht zum Selbstzweck werden! Wer oder was soll den WDR (die ARD) ersetzen?

Wer oder was soll den WDR (die ARD) ersetzen?

So sehr die Aktionen der WDR-Demonstranten und Identitären hervorzuheben sind, so beunruhigen doch zwei Aspekte. Werden sich deutsche Michels niemals auf die Straße wagen, egal wie sehr man sie beleidigt („Klimasau“)? Eine apokalyptische Vorstellung! Genauso wichtig ist die Frage: Hatten die Rebellen kein Ersatzkonzept für den WDR in der Tasche? Wer Dekadentes abschaffen will, sollte eigenen Lösungsvorschlag haben. Sonst bekommt er zu hören, er wolle nur zerstören!

Demonstrationen, GEZ-Boykotte, „Cent-Zahlungen“ und Dauerklagen reichen nicht aus

Obige Formen des zivilen Ungehorsams beantworten nicht die Frage was soll danach kommen. Zudem sind sie unwirksam, wenn nur ein paar Dutzend demonstrieren. Auch die „Zahlungsakrobatik“ mit Cents und in Teilbeträgen kann mit einer neuen Verordnung verboten werden. Last but not least: Was nützt der ganze Aufstand, wenn die „politisch korrekten Gerichte“ nicht mitmachen. Was muss also kommen, damit sich in Berlin etwas bewegt!

GEZ-System als Testfall für die Zumutbarkeitsmaß des Bürgers?

Wo läge für den Staat das Problem die ARD im Notfall aus dem Staatshaushalt – wird in einigen EU-Ländern längst praktiziert – zu finanzieren. Hätten die Bürger damit etwas gewonnen? Wollen wir nur die GEZ-Abschaffung oder ein objektives bürgerliches Fernsehen?

Es stellt sich die Frage, ob die Politik so hartnäckig am GEZ-System festhält, weil sie damit die Leidfähigkeit des apathischen Michels testen will? Geht es irgendwann nicht mehr, werden die Zwangsgebühren wegfallen, eine Änderung des „Rundfunkvertrages“ alsbald durchgewunken. Bei der Neuen ARD bleibt alles beim Alten. Das klingt perfide, denkbar ist es schon.

„Frontaktivisten“ sollten ein Reformkonzept haben!

Zukünftige Demonstranten sollten daher mit einer echten „Drohgebärde“ überraschen. „Wir kommen wieder!“ reicht da nicht aus. Wie wäre es, mit der Forderung: Reformiert euch, sonst schaffen wir unser eigenes Fernsehen! Kein detailliertes Reformpapier wäre dabei nötig, eine von bekannten Persönlichkeiten unterzeichnete Absichtserklärung würden für den Anfang genügen, um Berlin aufhorchen zu lassen. Es ist schon bedauerlich, dass das Land der „Dichter und Denker“ offensichtlich nicht imstande ist – oder habe ich etwas übersehen? – hierfür ein Kompetenzteam ins Leben zu rufen.

Wie wirksam andererseits eine Protestbewegung sein kann zeigt – leider im negativen Sinne! – das unrühmliche Treiben der Deutschen Umwelthilfe! Warum zeigen immer nur die Linken und Grünen Entscheidungskraft und nicht die schweigende und steuerzahlende Mitte.

Viele Wege führen nach Rom – und welche führen zum Fall der ARD?

Wer einen mächtigen Gegner wie die ARD – die Tochter WDR ist hier nur einer Frontabschnitt – besiegen will, sprich ihr Monopol brechen, muss strategisch, breit angelegt und geduldig vorgehen.

Wie kann so etwas in der Praxis klappen? Zunächst wären alle „Frontaktivitäten“ (A in unterer Graphik) kontinuierlich durch durchdachte „Stabsaktivitäten“ (B bis D) zu unterstützen. Auch spontane Demonstrationen sollten ein klares vom Kompetenzteam ausgearbeitetes Konzept haben.

Das Team und seine Anhänger dürfen sich nicht irritieren und verunsichern lassen, wenn sie noch kein reifes Konzept Ersatzkonzept vorlegen können und deswegen von den ARD-Profiteuren und hoch dotierten „TV-Experten“ bekämpft werden. Der Anfang und der Versuch sind wichtig. Bricht erst eine öffentliche Diskussion aus, ist das schon der halbe Sieg.  Diskussionen neigen dazu zu eskalieren.

Ein neuer Bürgerliche Nachrichtensparte sollte den Anfang machen

Bei den Varianten für die ARD-Nachfolge muss das Rad nicht neu erfunden werden. Nicht eine neues kostspieliges Vollprogramm braucht das Land, sondern dringend eine neue Nachrichtensparte die uns vor der Verdummung schützt. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutschsprachiger_Fernsehsender

Die idealste wenngleich schwierigste Variante bringt das Konzept des Bürgerlichen Fernsehens (A), dessen Gründung schon vorgestellt wurde. https://www.youtube.com/watch?v=3NXfuB4iVhc&t=2s Aber auch Lösungen, die es in Praxis in anderen Ländern schon gibt, gehören auf die Diskussionsbank.

Beim Modell „TV für die Opposition“ wäre z.B. einer durch den Volksentscheid legitimierten Gruppe Sendezeiten einzuräumen. Die ARD stellt die Infrastruktur zur Verfügung, die Opposition das Programm. Die Gefahr: In der traurigen deutschen Realität bekämen vielleicht die besser organisierten linke und grüne Grupperungen noch mehr Einfluss.

Beim Modell „TV-Partnerschaft“ könnte dagegen ein potenter ausländischer Investor, die Finanzierung für die ihm vertraglich zugesicherten Einnahmen aus der Werbung bereitstellen. Denn es darf beim Kampf gegen die omnipotente ARD keine Tabus geben. Kompromisse sollten möglich sein. Klar, in der Ungewissheit über den strategischen Investor liegt die Schwäche des Konzeptes.

Dennoch wäre es nicht pikant, wenn der russische RT Deutsch, welcher sich zuletzt bei den Übertragungen der Gelbwestendemonstrationen einen Namen gemacht hatte, ins Boot geholt wäre. Vorwurf des Putin-Fernsehen hin, neue Drohungen des Lizenzentzugs her, in Thüringen strahlt der Lokalsender Salve TV bereits die Sendungen der RT Deutschland täglich aus und wird dafür von der Politik stark kritisiert. Es lohnt nachzulesen, wie sehr unsere Demokraten die „Russenpropaganda“ fürchten. https://de.wikipedia.org/wiki/RT_(Fernsehsender).

AfD-TV oder Freigeist.TV sind keine echten Fernsehsender, sondern Youtube-Kanäle

Die GEZ-Demonstranten sollten ausdrücken können, was sie fordern und nicht nur wogegen sie opponieren. Zur Wahrheit gehört die Feststellung, dass in Sachen Bürgerfernsehen erst wenig erreicht wurde. Denn zum einen scheint es mit den fünf Millionen GEZ-Boykotteuren (11% aller Haushalte) nicht stimmen, wenn die GEZ-Gebühren nur minimal zurückgegangen sind. Zum anderen muss mit dem Mythos aufgehört werden, man hätte längst erfolgreiche Alternative Fernsehsender am Laufen.

AfD-TV http://www.afd-tv.de/ und andere sind keine echten Fernsehsender, sondern Youtube-Kanäle.  Die nicht computeraffine „Klimasau“ weiß von ihrer Existenz nicht!

2 Kommentare

  1. Wer oder was soll den WDR (die ARD) ersetzen?
    Falsche Frage! Warum müssen die überhaupt ersetzt werden? In der heutigen Welt der freien Informationsbeschaffung im Internet und des Privatfernsehens, der Freiheit der eigenen Programmauswahl durch Bezahl-TV braucht die kein Mensch mehr! Kein Mensch? Natürlich nicht! Die Regierenden brauchen ein Propagandainstrument, mit dem sie die Bürger verdummen kann und mit dem sie jederzeit Panik verbreiten können (siehe Klimahype). Nur so können sie ihre Macht verteidigen! Fällt das weg, fällt der Parteienstaat!

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