Heuchelei und Interessenkonflikt beim kirchlichen Raphaelswerk

Heuchelei und Interessenkonflikt beim kirchlichen Raphaelswerk

Heuchelei und Interessenkonflikt beim kirchlichen Raphaelswerk

 

DR. VIKTOR HEESE | Jeder Anwalt weiß, dass er nicht beiden Konfliktparteien gleichzeitig dienen darf, sonst gerät er in einen Interessenskonflikt. Nicht aber unser Staat und die ihm dienlichen Kirchen, die Migranten über die Bleiberechte im „gelobten Land“ instruieren und gleichzeitig die vor ihnen flüchtenden Deutschen beim Verlassen ihrer Heimat beraten wollen.

Wer nach dem Begriff „Altersarmut“ googelt, findet über eine Million Internet-Einträge, darunter auch viele Video-Beiträge zur Auswanderung. Das Thema ist längst kein Tabu mehr selbst für das ZDF und die ARD. Während die Systemträger jammern, eine sofortige Besserung fordern (Linke), lässt die einfache Sofortlösung, für Rentenerhöhungen Asylkosten kappen, auf sich warten. Bei konkreten Tipps für Auswanderungswillige wird auf die professionellen Berater hingewiesen. Ob die Rentner sich beraten oder in Eigenregie auswandern, wäre noch separat zu prüfen.

Farce Nr. 1: Das AuswSG – der Staat will seine Bürger schützen, die ihn verlassen wollen!

Wir ordnungsliebende Deutschen haben für alles ein Gesetz, selbst für die Aufgabe unserer Heimat. Im Auswandererschutzgesetz (AuswSG) ist das folgendermaßen geregelt: Wer geschäftsmäßig Auskunft über die Aussichten der Auswanderung und über die Lebensverhältnisse im Einwanderungsland […] Rat erteilen will, bedarf der Erlaubnis …. Auch verbietet das Gesetz Werbung, Zahlungen von Prämien, Fördermitteln und Reisekosten. Der fürsorgliche Staat übernimmt also die Schutzfunktion für Auswanderer und Auslandstätige, bewahrt sie vor der Profitgier kommerzieller Berater und bietet objektive und allumfassende Information an – wer wird heute an solche Märchen glauben? Für die Beratung sind die ARGE, die deutsche Rentenversicherung und Dutzende gemeinnützigen Stellen, vor allem die Kirchen und Selbständige, zuständig.  Alles unabhängige Instanzen.

Farce Nr. 2: Nicht Beratung, sondern Bewachung deutscher „Armutsflüchtlinge“ im Ausland?

Aus Deutschland wandern heute sowohl Leistungsträger als auch „Armutsrentner“ aus. Das Staatsversagen zwingt beide Gruppen dazu. Während die Leistungsträger den Staat in der Ferne kaum noch brauchen werden, bleiben die „Armutsrentner“ wegen vielfältiger Vernetzungen mit ihm verbunden. Auch der Staat will seine Senioren (offiziellen Statistiken zufolge 250.000 Personen) „im Auge behalten“, die auch nach der Emigration seine Staatsbürger bleiben.

  1. Über die Rentenüberweisungen, Leistungen der Krankenkassen oder Adressenüberlassungen (?) weiß der Staat genau, wo sich die Senioren aufhalten. Er kann diese Leistungen durch spätere Gesetzesänderungen einschränken und nach Belieben „steuern“.
  2. Wer auswandert, macht „große“ Wohnungen und Arztpraxiskapazitäten für nachziehende Flüchtlinge frei. Im Zweifelsfall muss nur an Räumlichkeiten für Rückkehrer gedacht werden.
  3. Rentner bleiben Steuerzahler (wenigstens theoretisch) und Wähler. Behördeninformationen über diese Gruppe können dem Staat niemals schaden. Hoffentlich planen die Senioren in der Ferne da nichts Böses gegen unsere FDGO (Freiheitlich-Demokratische-Grundordnung)?

Farce Nr. 3: Kirchen spielen Samariter und helfen gleichzeitig „Tätern“ und „Opfern“

Über das Beratungsmonopol wird diese „Überwachung“ leichter. Hier kommen wieder die Kirchen ins Spiel mit der Caritas, Evangelischer Diakonie oder dem Raphaelswerk. Wem, was und wie aus der Auswandererszene offiziell geboten wird, kann auf den Webseiten der Hilfswerke nachgelesen werden. Wer andererseits über deren vielfältige Aktivitäten in der „Flüchtlingshilfe“ (z.B. Schlepperfinanzierung, Kirchenasyle), die den deutschen Staat ausplündern und Rentenerhöhungen behindern, Bescheid weiß, wird Heuchelei attestieren.

Welche Fragen sollten Kirchenfunktionären und -aktivisten unbedingt gestellt werden?

Die schaffen das einfach. Keiner kann sagen, dass er hierzulande den Zusammenhang zwischen den 40 Milliarden Euro Asylkosten jährlich und den „Armutsvarianten“ (Wohnungsnot, Altersarmut, Familien- und Kinderarmut) nicht gibt. Auch die konfessionellen Würdenträger und Aktivisten nicht. Sollten diese nicht gefragt werden?

Der Autor lädt deswegen die Leser zu einem Experiment ein, das zum Ziel hat, die Frömmler zu stellen. Es wird bei dieser Aktion nicht zu erneuten Massenaustritten aus der Kirche kommen. Der betrogene Gläubige könnte aber eine gewisse Genugtuung verspüren. Bibel hin, christliche Nächstenliebe her: die Altersarmut und Auswanderung sind aktuelle apolitische Themen und für eine Aussprache in einer Kirchengemeinde sehr gut geeignet.

Die untere exemplarische Anfrage an eine der im Adressen-Link genannten Beratungsstellen (die formulierte Absicht muss ja nicht echt sein) und die Antworten darauf würden gute Basis für eine Diskussion bieten.

Betr.: Auswanderung als Rentner nach Ungarn, Polen bzw. Bulgarien

Sehr geehrte Damen und Herren,

von meiner Altersrente kann ich in Deutschland nicht würdig leben. Von Bekannten und aus dem Internet habe ich erfahren, dass viele Deutsche auswandern. Weil mich in erster Linie Ungarn, Bulgarien und Polen interessiert, bitte ich vorab um Beantwortung unterer Fragen. Bitte dabei um konkrete Antworten, keine Hinweise auf andere Quellen (Merkblätter usw.) oder Terminvereinbarungen, weil ich zunächst die Informationsmenge einengen und mich auf das Wichtige konzentrieren will.

  1. Ist Ihre Beratung kostenlos?
  2. Haben Sie Adressen (Webseiten), wo sich andere Deutsche in diesen Ländern in größerer Zahl aufhalten, damit ich nicht so allein wäre?
  3. Gibt es Stellen (staatliche, kirchliche), die mein Auswanderungsvorhaben finanziell unterstützen könnten?

Für die Beantwortung meiner Fragen wäre ich Ihnen dankbar.

Ihr

Heinz Müller

Auch die nicht konfessionsgebundenen könnten sich beteiligen. Interessant, was da rauskäme. Antworten bitte an die bekannte PI-NEWS-Email-Adresse info@pi-news.net.

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