Myanmar: Vom Entwicklungs- zum Schwellenland

Myanmar: Vom Entwicklungs- zum Schwellenland

Myanmar: Auf dem Weg vom Entwicklungs- zum Schwellenland?

Das Reisen mit der ökonomischen Brille

Nach dem Rückzug der Militärdiktatur in 2016 und der Abschaffung der EU-Sanktionen gedeiht Myanmar (Burma) wirtschaftlich und avanciert zur Touristenattraktion („Land der tausend Pagoden“). Auch der erneute Sympathieverlust bei den „westlichen Demokratieverteidiger“ wegen der Niederschlagung des Aufstandes muslimischen Rohingya wird den Trend Richtung Schwellenland nicht aufhalten.

Die wirtschaftliche und politische Kategorisierung der Welt ist heute schwieriger geworden

Vor drei Jahrzenten kannte die Welt den kapitalistischen (demokratischen) Westen, den planwirtschlichen (kommunistischen) Osten und die unterentwickelte (politische blockfreie) Dritte Welt. Heute ist der Westen größer geworden aber „populistisches“ und „demokratisches“ Lager gespalten. Die Planwirtschaften sind passe, Länder aus der Region die es zum westlichen Kapitalismus nicht schafften (Ex-Sowjetunion, Balkan) heißen heute Transformationsstaaten. Die Dritte Welt hat ihre neue Unterscheidung in Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Grenze liegt bei 10.000 USD pro Kopf nach der Kaufkraftparitäten-Methode.

Das chinesische Modell oder wie man ohne Westhilfe kann man ein Schwellenland werden?

China – und davor die Tiger-Staaten Südkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong – hat mit 16.600 USD diesen Sprung innerhalb von dreißig Jahren durch rigorosen Staatskapitalismus, Protektionismus und aggressiven Exportboom mit Billig-Lohn-Produkten und ohne große „Westfinanzhilfen“ geschafft. Vietnam (BIP pro Kopf etwa 7.000 USD) übernahm weitgehend das chinesische Modell und dürfte bald ans Ziel kommen.  Myanmar bleibt in diesem Wettlauf trotz eines nur 10% niedrigeren Pro-Kopf-Einkommens noch ein offenes Blatt, hat jedoch gute Voraussetzungen (Ölvorkommen, starke Bindung an China, Tourismus im Kommen, durchgeführte Währungsreform, ostasiatischer Fleiß und Kenntnisse der englischen Sprache).

Quelle: https://www.rei.com/adventures/trips/asia/myanmar-multisport-vacation.html

Was den Tourismus auch für deutsche Senioren reizend macht!

Das Land ist sicher und billig – entspannend für der politikfrustrierten Merkel-Rentner der noch nicht in Südostasien war. Eine zehntägige Reise (mit Flug) wäre als Gruppenreise unter tausend Euro darstellbar. Wie diese praktisch organisiert werden kann, mehr im Mongolei-Bericht des Verfassers zu erfahren.  https://dieunbestechlichen.com/2018/10/mongolei-ein-noch-unentdecktes-touristenparadies/.

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