Sollte die ARD„vergesellschaftet“ werden?

Sollte die ARD„vergesellschaftet“ werden?

Wirtschaft bricht ein, nur der „Meinungsmonopolist“ expandiert weiter

Während die Lufthansa wegen Corona um ihre Existenz bangt, Firmen um Staatshilfe betteln und Hunderttausende ihre Jobs verlieren, „braucht“ die gierige ARD für 2021-2024 etwa 39,4 Mrd.€ –  oder fast 10 Mrd. € pro Jahr! – die mit Zwangsgebühren auch finanziert werden. Die Zeit ist günstig um seine Privatisierung zur Sprache zu bringen. Neben der GEZ-Streichung, der Gründung des Unabhängigen Fernsehens oder einer Filialeröffnung von FOX News in Deutschland wäre dies ein weiteres Konzept https://www.youtube.com/watch?v=rYOh1dsu7aY&list=PLeCDw83hPAAoMfyOQQV3frbjn7nO9DQOQ&index=3&t=21s, wie man das ARD-Meinungsmonopol bricht. Auch die gerade sehr spannenden Vorgänge bei Springer lassen hoffen.

Die Zerschlagungserkenntnis ist nicht neu, wie…

Das Scheinargument der ARD/ZDF, mit populären Angeboten mehr Zuschauer für Politikaufklärung zu gewinnen, hielt Justus Haucap, Querdenker und heute Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Düsseldorf bereits 2015 für eine Farce. “Zuerst schauen die Menschen Helene Fischer und dann ‘Monitor’? …Das ist Gerede aus der analogen Welt. Im Zeitalter des Internets gilt das nicht mehr. Es wird entbündelt – Sport konsumiert man hier, Politiknachrichten dort…Die Legitimation ist weg, aber ARD und ZDF ziehen sich nicht zurück. Eher dehnen sie sich aus, um die Stellung zu behalten. Das ist so, als würde die Bundeswehr sagen, der Kalte Krieg ist vorbei, lass uns aufrüsten.“ https://www.horizont.net/medien/nachrichten/oeffentlich-Rechtliche-Wettbewerbsexperte-krisitisiert-ARD-un

Trefflicher lässt sich der Wandel nicht formulieren. Es fehlte dennoch das unbequeme Fazit, der TV-Riese muss zerschlagen werden, wenn auch mit der Kürzung des GEZ-Beitrags auf 10 € der Top-Ökonom das schon indirekt forderte. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/10-euro-reichen-der-rundfunkbeitrag-koennte-in-deutschland-deutlich-niedriger-sein-sagt-oekonom-justus-haucap-2019-1/ Die unrentablen (nicht wettbewerbsfähigen) Bereiche würden dann in einem für die Belegschaft sozial verträglichem Prozess der „Gesundschrumpfung“ ganz abgebaut oder verkleinert. Weniger ist mehr.

… auch Privatisierungen von Staatseigentum nicht neu sind

Eine Zerschlagung sollte nicht die inkompetente Bürokratie, sondern die Börse vornehmen. Preussag (spätere TUI), Veba (E.ON), Volkswagen, Deutsche Telekom oder die Deutsche Post – geplant ist noch ein Börsengang der Deutschen Bahn – sind Beispiele, wie so etwas gemacht wird. Klar hatten die Staatskonzerne es anfangs schwer im freien Wettbewerb und die Kurse der „Volksaktien“ machten den Anlegern Jahrzehnte auch keine Freude. Ein Durchfüttern der Defizitbringer an der Marktnachfrage vorbei wäre aber noch fataler. Die Kombinatsgeschichte der untergegangenen DDR lässt grüßen.

Zudem kommt langfristig langsam die Genesung. Das zeigt der Aktienkurs. Post und Telekom haben dank hoher Dividenden – in den letzten 10.Jahren 3,8% bzw. 4,8% https://boersengefluester.de/10-jahres-durchschnitt-kgv-kbv-dividendenrendite/ – ihre Emissionskursverluste längst überschritten. Reich wurden die Aktionäre nicht, aber der mickrige Sparbuchzins konnte geschlagen werden.

Der „ARD-Konzern“ (besteht aus den ARD-Anstalten, ZDF und Deutschlandradio) hat nach Auswertung seiner Bilanzen, welche nach der konservativen deutschen Rechnungslegung (HGB) erstellt werden, eine Bilanzsumme von etwa 15 Mrd. €, ein Eigenkapital von knapp 2 € und Finanzanlagen von 9 Mrd. €. Berücksichtigt man eventuelle die stillen Reserven in den letzten könnte der Eigentümer – wer ist es eigentlich? – bei einem Börsengang mit einem Emissionserlös von mindestens 3 Mrd. € rechnen. Zum Vergleich: die Telekom brachte 13 Mrd. €, die Post 5,8 Mrd.€ ein. Der Emissionskurs einer – im Losverfahren zugeteilten – ARD-Aktie sollte bei 10 € liegen, damit sich jeder kleine Mann sie auch leisten kann.

Damit der Parkettneuling danach überlebensfähig bliebe, müsste er sich zukünftig aus (ermäßigten) freiwilligen Gebühren und Werbeinnahmen finanzieren. Werbung ist nicht das non plus ultra. Zu viel Werbung schadet, auch dem Aktienkurs. So arbeitet die private Branche.

Exkurs: Für die Politeliten ist der „ARD-Konzern“ als Machtinstrument in Wirklichkeit unbezahlbar. Sie werden ohne Druck einer Privatisierung niemals zustimmen!

Beim Privatsender ist auf den „Fernsehkonsumenten“ zu hören

Der Fernsehkonsument wird bei Privatsendern zu den Programminhalten gefragt. Nicht wettbewerbsfähige Projekte (Multi-Kulti „Tatorte“ usw.) aus der Unterhaltungsparte müssten vielleicht gänzlich eigestellt werden, die Nachrichtensparte verkleinert bzw. umstrukturiert werden. Die Marktnachfrage bestimmt welche Inhalte gefragt sind. Klar, für Regierungspropaganda wäre im neuen Haus kein Platz.

Programmverantwortlich ist dort das Management und dieses wird nicht von politikhörigen Rundfunkräten, sondern von Aufsichtsräten und damit den Aktionären gewählt. Der Aktienkurs, welcher auch den variablen Vergütungsteil des Managements bestimmt, misst ab jetzt die Zuschauerzufriedenheit und nicht die „Mogelpackung“ namens Hans-Bredow-Institut. https://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Hans_Bredow_Institut/462252/index.html.

Die Börse honoriert kein Selbstlob! Fluktuation und Transparenz sind im neuen Sender kein Fremdwort mehr. Köpfe müssen bei Fehlentscheidungen rollen und Anne Wills Produktionsfirma Will Media GmbH bekommt Konkurrenz. https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet So sieht die neue Senderwelt aus.

Damit nicht zu viel Macht in wenige Händen gelangt, wird eine Höchstquote (sog. Streubesitz) vorgeschrieben und Kulissenabsprachen verboten. Sonst bestünde Gefahr, dass das alte ARD-Management bzw. andere Profiteure die Aktienpakete übernehmen. Das Aktienrecht ist hier streng und verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung.

Privatisierung bedeutet das Aus der „Staatshörigkeit“

Was heute utopisch klingt, ist dennoch machbar. Gutes Fernsehen braucht hochwertige Technik und die richtigen Leute. Die erste besitzt die ARD genügend, die zweiten kann man nach dem Systemwechsel am Markt finden oder man akzeptiert Wendehälse. Na ja vielleicht bis auf Slomka und Kleber! Den beiden wird sich ihre üppige Altersvorsorge nicht mehr streitig lassen können (pacta sun servanda). Aber für die Verbliebenen werden alte Privilegien gestrichen. Der „Rundfunkstaatsvertrag“ ist ade!

Nach Dekaden von Merkels-Einheitsbrei erhält der neue Sender beim wieder hoffenden Zuschauer hohen Vertrauensbonus. Leistung und nicht politische Korrektheit haben den Geschäftsbetrieb von nun an bestimmen – wird das Motto heißen. Wenigstens theoretisch.

KKR übernimmt Mehrheit bei Springe? Gute Nachricht für die GEZ-Zahler

Alles oben Geschriebene ist nicht so unrealistisch. Springer und die Bertelsmann-Stiftung sind heute die gefährlichsten Machtinstrumente Merkels. Jetzt hat der Trump-freundliche US-Finanzinvestor KKR den verbliebenen freien Springer-Aktionären (9%) ein Übernahmeangebot gemacht. Gelingt dieser Coup bestimmen die Amerikaner mit 54%, wo es bei „Bild“ oder „Welt“ lang geht. https://www.metropolnews.info/mp459192/das-ende-der-qualitaetsmedien-naht-das-zittern-darf-beginnen. Was das für ein Schock die deutsche Medienlandschaft bedeutet, bedarf keiner weiteren Erläuterung mehr.

Vielleicht lesen wir bald bei Bild „Merkel muss weg!“, „Keine Corona-Lügen mehr!“ oder „ARD-Volksakte kommt mit 10€ an die Börse“. Träume darf man haben!

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