Wie Patriotismus und Nationalstolz in der Krise helfen

Wie Patriotismus und Nationalstolz in der Krise helfen

Auch die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha hat gezeigt: Deutschland verliert selbst in ihrer einstigen Paradesportart – wenige Ausnahmen bestätigen die Regel – mächtig an Boden, wie vorher bereits im Fußball. Zur Wirtschaft, dem Militär/Innere Sicherheit, der Bildung/Wissenschaft oder dem politischen Ansehen gesellt sich jetzt also auch noch das Versagen im Sport dazu. Wenn es nach der politischen Elite und der Medien geht, tragen die Schuld einmal wieder die anderen (Trump, Johnson, China), die globalen Trends (Überalterung, Klimawandel, Terrorismus), die Populisten (spalten, verbreiten Fake News und schüren Angst) oder es liegt an den falsch interpretierten Statistiken (Mär von „gefühlter Kriminalität“ usw.). Wie wäre es zur Abwechslung mal mit der Ursachensuche bei der Regierung und dem verlorenen Nationalstolz? Wie formulierte es einst der französische Diplomat und Philosoph Joseph de Maistre (1753 – 1821): „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.“

Das Ausland staunt über den Niedergang Deutschlands, obwohl es nur wenige Fakten kennt

Als junger Mann konnte ich es kaum erwarten, endlich nach (West-)Deutschland ausreisen zu dürfen. Heute, nach 50 Jahren, wird mir unwohl, wenn ich in der ostpreußischen Heimat oder sonst irgendwo in der Welt gefragt werde, was da „in Deutschland los ist“. Auf die Erklärungsversuche mit dem Merkelismus und dem hiesigen Medienmonopol folgt sofort die Frage „Warum unternehmt ihr nichts dagegen?“. Ja, warum eigentlich? Dabei kennen die meisten der Fragenden nicht einmal die vielen Feinheiten. Wer weiß schon auf den Antipoden, dass die zum Selbsthass erzogene deutsche Jugend ihre Nationalhymne nicht kennt (die Fußballer wohl auch nicht!), die Bundeswehr bestimmte Volkslieder nicht mehr singt und es gefährlich werden kann, im Schrebergarten die Nationalfahne zu hissen. Nur in den fernen Regionen des Globus lebt noch das veraltete Bild vom deutschen Leistungsträger. Dabei begann der Zerfall doch erst vor zwei Jahrzenten!

Rückzug an allen Fronten – die Bedeutung Deutschlands in Europa und der Welt schwindet

Für die Westdeutschen war die Soziale Marktwirtschaft ein halbes Jahrhundert eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Auch die DDR fungierte im Ostblock als sozialistischer Musterknabe. Heute geht es schleichend abwärts. Allein das langsame Tempo ist die gute Nachricht. Die katastrophale Stimmung in der Wirtschaft, die marode Bundeswehr, die „gelähmte“ Polizei, das schwindende politische Ansehen (EU-Spaltung lässt grüßen!) oder das kollabierende Bildungssystem (PISA-Ergebnisse, schlechtes Universitätsranking) sind nur einige wenige Beispiele. Was ist dagegen zu tun?

Drastische Realitätsverweigerung sowohl „da oben“ als auch „hier unten“

Ob allein die „da oben“ den Niedergang zu verantworten haben, darf bezweifelt werden. An die Opferrolle des deutschen Volkes mag im In- und Ausland so niemand richtig glauben. Man hört im Ausland vielmehr, die Deutschen, ob alt oder jung, würden eine Realitätsverweigerung als Alibi betreiben und sich nicht wehren.

Einige Beispiele mögen das belegen: Die Urlaubsweltmeister merken kaum, wenn Kellner sie zusehends schlechter bedienen, sobald sie den Klang der deutschen Sprache hören. Kleine Bestellungen, wenig Trinkgeld. Millionen – hier ein weiters Beispiel – stilisieren sich zu mutigen GEZ-Boykotteuren, obwohl an den Gebühreneinnahmen dieses Heldentum nicht erkennbar wird. GEZ-Großdemonstrationen weit und breit sind nicht in Sicht. Klassisches Beispiel liefern auch die vielen Leser-Kommentare in den alternativen Medien, wonach die anderen (EU, Polen, Griechen, Juden) uns ständig den Wohlstand klauen wollen. Von den Top-Gewinnen deutscher Konzerne will niemand etwas hören. Nichtsahnend, angeberisch, selbstverliebt – lauten die schlechten Noten der Ausländer über ein Volk in der Krise.

Solche Realitätsverweigerung hat böse Folgen, sobald sie zur Fehldiagnose führt. Ein verbreiteter Mythos behauptet: Berlin und Merkel verschwenden das Volksvermögen an Migranten. Nur sie allein? Ohne eine massive Unterstützung einer Schar amtlicher und nichtamtlicher Helfer und Helfershelfer ginge so etwas überhaupt nicht. Schon gar nicht ohne die Kollaboration der deutschen Kommunen, auch die der quasi bankroten. Nicht nur Merkel allein, sondern das Beamtenheer wird wohl Rechtsbrüche begangen haben, wenn es die „Befehle“ nicht verweigerte.

Wiederentdeckung des Nationalstolzes als Medizin gegen ständige Niederlagen…

Zu fragen bleibt, was ist zu tun, wenn bekannt wird, dass die Mehrheit des Volkes da mitmacht. Eine in der Geschichte der Völker in Notzeiten bewährte Methode war die Aktivierung des Nationalstolzes. Auch die Kommunisten griffen auf dieses Mittel zurück. Stattdessen erleben wir bei uns heute deutschlandweit ein „byzantinisches Geschwätz“. Selbst die AfD bleibt von zermürbenden Richtungsstreitigkeiten nicht verschont.

…sonst werden die Deutschen zum Volk der Dauerverlierer

Die Aktivierung des Patriotismus und des Nationalstolzes ist absurd, weil es in der heutigen Zeit das falsche Mittel ist – werden die Opportunisten sofort behaupten. Tatsächlich? Ein „rechtes Thema“ hat sich hierzulande nicht durchgesetzt, wenn es niemand versucht hatte. Um aber Patriotismus und Nationalstolz im Kleinformat im Alltag zu demonstrieren, gehört nicht viel, außer ein wenig Mut. Beides lässt sich juristisch nicht verbieten.

Da die politisch Korrekten hier nicht mitmachen werden, sind öffentlichkeitswirksame Privatinitiativen gefragt. Für das Tragen einer Stecknadel am Sako, die Deutschlandfahne am Kinderwagen, dem Singen von patriotischen Liedern in der Öffentlichkeit oder den Aufkleber am eigenen Auto müsste der Mut wohl ausreichen? Die Antifa verfügt nicht über so viel „Personal“, um das zu verhindern, zumal wenn die Aktionen breit und regelmäßig stattfinden.

Ein passiver, symbolischer, Widerstand unterhalb der Demonstrationsschwelle von allen Altersklassen praktiziert und losgelöst von politischen Parteien ist immer noch besser als pure Tatenlosigkeit. Der Kluge fängt klein an und wartet ab. Wer sich hingegen nicht wehrt – das lehrt die Geschichte – hat immer verloren.

Warum Nationalstolz und Patriotismus bei Krisen helfen

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