Wird Polen Deutschland (ökonomisch) überholen?

Wird Polen Deutschland (ökonomisch) überholen?

Der Spruch von der „polnischen Wirtschaft“ als dem Inbegriff des Schlendrians und Unfähigkeit hat noch der preußische König Friedrich der Große (1740 – 1787) vor über zwei Jahrhunderten kreiert. Was auch bis zum Ende des Kommunismus in 1991 zutraf, ist heute Vergangenheit. Die Ökonomie Polens boomt, etwa zwei Millionen ukrainische Gastarbeiter http://prawda24.com/wer-profitiert-von-der-ukraine-krise/ finden beim westlichen Nachbarn Lohn und Brot und denken nicht an die Weiterfahrt in den „goldenen“ Westen, Auslandsinvestoren ziehen ins Land. Das Land (Platz 48. weltweit) hat beim BIP in der EU schon Griechenland eingeholt und steht gleichauf mit Portugal, obwohl diese Länder einen „kapitalistischen Vorsprung“ von über 40 Jahren aufweisen können. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf

Die Weltbank belegt es – Polen holt gewaltig auf

Polen weist einen 3%igen Wachstumsvorsprung aus und dürfte ceteribus paribus Deutschland in 2037 beim BNE/pro Kopf von etwa 105.000 USD einholen. Das zeigt eine Extrapolation der – wohl nicht zu bezweifelnden – BNE-Zahlen der Weltbank für den Vergleichszeitraum 1991-2017.

Wie geht es weiter, wenn wo doch niemand in die Glaskugel schauen kann? Die hier angewendete Extrapolationsmethode unterstellt eine gleichlaufende Entwicklung in der Zukunft und ist unabhängig von der Maßeinheit (hier der Kaufkraftparitäten-Dollar und nicht des Euro). Ferner gelten die statistischen Gesetze: je länger der Vergleichszeitraum desto zuverlässiger der Trend und je höher der Spread (Unterschied der Wachstumsraten) desto kürzer die „Aufholzeit“.

Warum die „Überholungsthese“ richtig sein kann?

Nichts in der Ökonomie gilt für alle Ewigkeit. Dafür, dass auch das Polen, das einstige Armenhaus Europas innerhalb einer Generation Deutschland beim BIP/Kopf (absolut wird der deutsche Wert bevölkerungsbedingt immer noch 2,1 –2,2 Mal höher sein) den europäischen Champion einholen und später vielleicht überholen wird, sprechen mehrere Gründe:

  1. Der Wachstumsabstand beim BIP hat sich zugunsten Polens in den letzten drei Jahren (2019: 4%) bestätigt. Der Wirtschaft ist es ausgesprochen gut https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/polen-warum-es-der-wirtschaft-derzeit-so-gut-geht-16339573.html.
  2. Durch die „leistungsferne“ Migration verliert Deutschland jährlich mind. 0,5% bis 1% BNE- Wachstum pro Kopf. Das BNE/Kopf dann fallen, wenn das Bevölkerungs-das Wirtschaftswachstum übersteigt (wir haben in Deutschland aktuell Rezession), was aktuell der Fall ist.
  3. Das BNE (Bruttonationaleinkommen) berechnet sich aus der Leistung aller Inländer, die im Ausland und Inland arbeiten, das BIP (Bruttoinlandsprodukt) dagegen aus dem aller Inländern und Ausländern die im Inland arbeiten. Das deutsche BNE-Wachstum ist wegen der sehr hohen Auslandspräsenz der Wirtschaft höher als das BIP. Es wird unterstellt, der o.g. 3%ige Abstand der Wachstumsraten zwischen den Vergleichsländern ist beim BNE und BIP der gleiche.
  4. Die deutsche Wirtschaft wird durch die falsche Wirtschaftspolitik (Energie, Klima, Regulierungen) im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz ausgebremst. Solange der Vormarsch der „linken Parteien“ nicht gestoppt wird, wird sich der Nachteil erhöhen.
  5. Zur Wirtschaftsstärke eines Landes gehören weitere, hier nicht untersuchte Indikatoren, wie Volksvermögen, Auslandsguthaben oder Marktstellung eigener Konzerne. Hier wird Deutschland von seiner kapitalistischen und industriellen Vergangenheit zehren und den Vorsprung behalten.

Woher unsere politisch korrekten Medien die Sicherheit nehmen „die PIS wird zum Standortrisiko“ nehmen, darüber kann man sich nur wundern. Die die es angeht, wie Mercedes, sehen das mit ihren Großinvestitionen ganz anders https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/polens-wirtschaft-der-boom-jenseits-der-oder/24111590.html.

 

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11794284-polen-wochen-parlamentswahl

 

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