Zeigt der AfD-Erfolg wie man bei der Schaffung eines Unabhängigen Bürgerfernsehens vorgehen sollte?

Die politischen Erfolge der AfD kennt heute jeder Bürger. Man darf zu der Partei so kritisch stehen wie man will, unstrittig ist, dass es ihr gelang Wählermassen in Opposition zum herrschenden System zu bringen. Könnte ein“Protestsender“ mit dem assoziierenden Kürzel BfD (Bürgerfernsehen für Deutschland), ähnlich wie die obige „Protestpartei“, Zuschauermassen mobilisieren und das ARD-Monopol brechen? Der untere Beitrag analysiert die vier wichtigsten Parallelen, die zu einem Erfolg führen könnten.

Kleine Truppe, große Wirkung

Die AfD hat gerade 28.000 Mitglieder, die „Volksparteien“ SPD und CDU mehr als das 15fache. Umgerechnet auf die Stimmenanteile bei letzter Bundestagswahl wären die Blauen 7 bis 10 Mal „effektiver“ als die Etablierten. Im Umkehrschluss heißt das, um wirksam zu sein (zu werden), ist kein riesiger Parteiapparat notwendig. Hohe Mitgliederzahlen garantieren noch keinen Erfolg, wenn Wähler nicht überzeugt werden. Die Parallele zum BfD könnte lauten: Der Kostenmoloch ARD (1) muss in der Nachrichtensparte nicht besser sein als ein kleiner, kostengünstig und professionell arbeitender Sender (2).

Wählerstimmen und Zuschauerquoten vergleichbare Erfolgsindikatoren

Wählerstimmen in der Politik, Zuschauerquoten beim Fernsehen oder Auflagenstärken bei Printmedien sind als Erfolgsmesser vergleichbar. Über ihren Erfolg entscheidet im letztendlich der Bürger als „Endabnehmer“. Immer wenn ein neuer Anbieter auf dem politischen oder medialen Markt hinzukommt, verstärkt sich der Wettbewerb. Das gilt auch hier. Die Neuen (AfD, BfD) werden von den Etablierten (Systemparteien, ARD) nicht gerade begrüßt, obgleich sie Träger der Innovation und der Qualitätsverbesserung sind. Der Monopolist ARD dürfte sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Schon heute sind Sprüche wie, GEZ-Gebühren seien „Demokratieabgaben“, hörbar. Das lässt aufhorchen und muss im Umkehrschluss heißen, ein BfD wird als populistisch und antidemokratisch diffamiert und sei zu bekämpfen – wie die AfD.

Erst eine breite Bewegung „Pro Bürgerfernsehen“ kann Wirkung zeigen

Während aktive ARD-Gegner mit der Waffe GEZ-Verweigerung kämpfen, schalten passive einfach die Glotze ab. Beide Wege sind uneffektiv. Nicht gegen das GEZ-Diktat sondern für ein BfD lohnt sich aufzubegehren. Das Staatsfernsehen kann schnell auf staatliche Finanzierung umgestellt werden und der Zuschauer-Boykott beeindruckt die A RD-Spitze kaum. Sie ist ja von keinem Konkurrenten bedroht. In der Politik gab es immer protestierende Bürger, erst die AfD-Gründung als einer schlagkräftigen Partei bringt Bewegung in die verkrusteten BRD-Strukturen.

Kann sich eine starke und nachhaltige Bewegung „Pro Bürgerfernsehen“ mit klaren Konzept und kompetenten Fachleuten sich erst etablieren, ließe sich seine Gründung nicht mehr aufhalten. Bislang ist in dieser Hinsicht aber nicht viel passiert, obwohl das Protestpotential unstrittig ist. Opponenten begnügen sich mit Youtube-Kanälen, die Leser meiden die „Lügenpresse“ und flüchten in Alternativportale. Der Apolitische wird auch bedient, er bekommt seine Lieblingssendung „Bauer sucht Frau“. Der Riese ARD guckt zu und wartet ab – mit dem Märchen von der „großen Reform“ wird der GEZ-Zahler für dumm verkauft. Leider können noch so kompetente, zerstreute und anonyme Youtube-Kanäle einen echten Fernsehsender bezüglich gleichzeitiger Zuschauerreichbarkeit nicht ersetzen, so wie viele tapfere Einzelkämpfer eine Armee (ARD) nicht schlagen werden können. Erst vereint ist man wirklich stark. (3)

Finanzierung aus Steuermitteln ist nicht verwerflich, über die Börse auch nicht

Politiker werden aus Steuermitteln bezahlt, auch die von der unliebsamen ARD. Ein präsentes, ebenfalls öffentlich-rechtliches BfG müsste einiges von den großen GEZ-Kuchen (über 9 Mrd. € jährlich) abbekommen. Das ließe sich Zweifelsfalle einklagen, weil das öffentliche Interesse offensichtlich ist. Schon heute werden viele kleine systemtreue Satelliten der ARD – als offene Kanäle oder Bürgerfernsehen bekannt – so von staatlichen Landesmedienanstalten alimentiert. (4)

Bevor das BfG an die GEZ-Mittel herankommt, muss es erst gegründet werden, was an der Finanzierung scheitern soll- so die einhellige Meinung der Laien und der Experten. Wirklich?

Um dem berühmten Ei-Henne-Dilemma zu entgehen, sollte zweigleisig verfahren werden: Es ist ein professionelles Konzept zu erstellen, wie die Bewegung „Pro BfD“ starten kann. Damit der ARD-entmutigte Zuschauer an ihre Wirkung glaubt, muss er mit einer neuen Idee angelockt werden. Neu wäre die Finanzierung des Fernsehens über die Börse. Damit diese gelingt, darf das BfD nicht in den Verdacht geraten, ein AfD-TV zu sein.

Otto-Normal-Zuschauer würde sich als stolzer Besitzer einer „Fernseh-Aktie“ sehr wohl fühlen, könnte vor dem Nachbarn damit ein wenig prallen. Gäbe es allein eine Million solcher glücklicher Kleinaktionäre, – Siemens hat 690.000 Anteilseigner – die die Aktie per Erscheinen für 20€ kaufen würden, ließe sich das Starkapital und die dreijährigen Betriebskosten für unser BfD gesichert.

Sobald sich die GEZ-Töpfe aktivieren ließen, könnte die Börsennotierung aufgegeben werden. Der Rest von den 20€ würde an die Aktionäre ausgezahlt. Selbst wenn er alles verlöre, war es für eine gute Sache und etwas anderes als die gewöhnliche Spende, um die an jeder Ecke gebitten wird. Es ist umgekehrt nicht ausgeschlossen, dass der Erfolg des BFG so groß wäre, dass die Werbewirtschaft und ausländische Investoren an ihm Interesse bekäme, sich ein kräftiger Gewinn ergäbe und der Aktienkurs in die Höhe schnellen würde.

Der Autor, Ex-Börsianer, wird in den nächsten Beiträgen in 10 Punkten darstellen, wie der dornige Weg zu einem Bürgerfernsehen für Deutschland aussehen könnte.

 

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